Keine Frage: die Wahlbeteiligung war höher, die Populisten von rechts sind in ihre Schranken gewiesen worden, zumindest in Deutschland. Dennoch ist das Ergebnis für die SPD ein Desaster, wenn auch erwartet. Die Grünen haben zu Recht einen Höhenflug. Wen wundert es angesichts der dramatischen Klimaveränderung. Seit 20 Jahren bin ich unterwegs und rede mir den Mund fusselig, dass es dringend eine alternative ressourcenschonende Ökonomie geben muss, um eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes zu erreichen und unsere Umwelt dadurch ebenfalls zu retten. Meine Warnungen, so etwas rechtzeitig zu tun, solange wir das noch in der Hand haben, sind regelmäßig von vielen in den Wind geschlagen worden. Wir rasen durch neoliberale Verblendung angetrieben immer noch auf die Wand zu und müssen erkennen, dass es mittlerweile zu spät ist, ohne persönliche Blessuren aus dem Desaster herauszukommen. Jetzt werden notwendige Einschnitte notwendig, die den meisten Menschen nicht passen werden, weil sie uns dazu zwingen, unseren Lebensstandard zu senken. Aber vermutlich wird sich in den Köpfen vieler Sozialdemokraten, CDUlern und FDP-Anhängern nichts bewegen. Das Ergebnis könnte das Absinken der 3 Parteien bis in die Bedeutungslosigkeit sein. Das aber kann auch das Ende unserer bisherigen Staatsform, der Demokratie sein, weil eine solche Schrottökonomie, wie wir sie heute in den hochentwickelten Industriestaaten haben , zwar effizient aber nicht sozial und umweltfreundlich ist und vor allen Dingen demokratiezerstörend.

Wie ändern? Ideen habe ich, allein mir fehlt die Möglichkeit das schneller zu verbreiten. Also müssen wir weitermachen in der Hoffnung, die unglaubliche Dummheit der neoliberalen Ökonomen und anderer Schwätzer einzugrenzen. Sisyphus lässt grüßen.

Joachim F. Gogoll

Aber zumindest war es ein Erfolg , dass trotz des geringen Interesses für Europa immerhin 59 % Wahlbeteiligung in Deutschland war. Das hat geholfen, die Europa-Gegner nicht noch stärker werden zu lassen.

Gestern waren wir in Senden mit unserem Stand und haben über die Wichtigkeit der EU-Wahl informiert. Wir haben mit fats einem halben Hundert Bürgern gesprochen. Es ging uns darum, dass sie wählen gehen und gleichzeitig haben wir unseren Flyer „EU – heute und morgen“ verteilt. Es gab sehr interessante Diskussionen, gerade mit denen, die sehr skeptisch zur EU stehen. Wir haben versucht , sie von den Vorteilen der EU zu überzeugen und sind ganz besonders auf die Flüchtlingsfrage eingegangen, denn diese war für viele sehr wichtig. Einige Vorurteile konnten wir durch unsere Argumente für Europa beseitigen. Wichtig war für uns noch am Ende jeden Gespräches zu sagen: gehen Sie bitte wählen – aber nicht die AfD und andere rechtsradikale und rassistische Parteien. Die Reaktion war durchweg: natürlich keine Rechts-Populisten. Und das war erfreulich.

Joachim F. Gogoll

 

Wir von Attac-COE haben rechtzeitig zur EU-Wahl einen Flyer erstellt, in dem wir unsere Utopie für ein zukünftiges Europa der Gemeinschaft aufzeigen. Wir werden diese 12-seitige Bröschure auf unseren Infoständen verteilen.

 

Eine interessante Übersicht, der man entnehmen kann, wer es ernst meint mit dem Klimaschutz.

DNR_MEP_Ranking Klima Ranking Parteien EU Abgerdnete