Am 7.11.2019 hält Professor Bontrup einen Vortrag zum Thema:

„Die Schere zwische Arm und Reich wächst – Ursachen und wie man das ändern kann“

mit anschließender Diskussion

Ort: Senden – Gaststätte Niemeyer – Herrenstraße 4 – 48308 Senden, Beginn: 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Attac-COE und Agenda21Senden

 

Im Rahmen der Reihe „ Ist die jetzige Wirtschaftspolitik alternativlos“ veranstaltete die Gruppe Agenda21Senden einen Vortrag zum Thema „die neue Seidenstraße“ im Kukis in Senden. Der Vortrag des Ökonomen Joachim F. Gogoll war der zweite zu dem Thema. Im Sommer 2019 wurde nach dem ersten Vortrag zum gleichen Thema von den damaligen Zuhörern ein weiterer ergänzender Vortrag zu diesem Thema gewünscht. Schwerpunkt die Auswirkungen des Geldsegens am Beispiel einzelner Länder dargestellt. Die „ neue Seidenstraße“ behandelt Chinas Weg zur ökonomischen und militärischen Macht. Ihren Namen hat sie von der Seidenstraße über die schon zu Zeiten Marco Polos im 12. Jahrhundert Waren von China über Mittel- und Nahost bis nach Europa gelangten.
Das heutige chinesische Programm „die neue Seidenstraße“ hat allerdings kaum noch was mit der damaligen Seidenstraße zu tun. Seit 2014 hat China in einzelnen Ländern Afrikas , Asiens und Europa durch Kredite im Wert von insgesamt 111 Mrd Dollar Geld investiert, um Bauprojekte vor Ort zu realisieren. Die Länder mussten sich bereit erklären, dass die Bauvorhaben durch chinesische Firmen und Ingenieure vorgenommen werden sollten. Gelockt wurden die Empfängerländer auch mit der Zusage Chinas, vor Ort heimische Arbeitskräfte einzustellen. In diesen Ländern, die weitgehend Entwicklungsländer sind, war das eine erfreuliche und verlockende Aussicht, die aber nicht immer eingehalten wurde, da häufig qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort nicht zu finden waren. In insgesamt 67 Ländern, die an dem Infrastrukturprogramm teilnehmen, wurden, soweit bekannt, ca. 200000 Arbeitsplätze geschaffen.
Gleichzeitig sichert sich China die Zugriffe auf Bodenschätze und Häfen in den jeweiligen finanziell unterstützten Ländern. Häfen wie Piräus und hunderte weitere gehören schon heute mehrheitlich chinesischen Unternehmen. Der Duisburger Hafen steht ebenfalls auf der Interessenliste der chinesischen Regierung.
Dass diese Investitionen nicht nur zum Vorteil der Länder dienen, wurde deutlich, als China in Dschibuti, einem der ärmsten Länder der Welt am Horn von Afrika , mit Erlaubnis der dschibutischen Regierung vor Ort einen militärischen Stützpunkt für die chinesiache Volksarmee zu erbauen. Bis heute ist es außerhalb Chinas der erste und einzige Stützpunkt. China betreibt seit vielen Jahren eine extreme Aufrüstung seiner Armee und ist bestrebt, militärisch in einigen Jahren mit den US-Streitkräften auf gleicher Augenhöhe zu sein . Ökonomie als Voraussetzung für eine militärische Option. China praktiziert jetzt genau das gleiche Prinzip, wie die USA und Russland heute schon. Ökonomen gehen davon aus, dass China bis 2049 sein Ziel, die größte Supermacht, ökonomisch und auch militärisch zu werden, auch erreichen wird. Die chinesische Regierung hat es jedenfall in ihrem Seidenstraßenprogramm so geplant.

Am 16.10. hält Joachim F. Gogoll, Ökonom einen Vortrag über die neue Seidenstraße Teil 2. Beginn 19.30, im Kukis, Grüner Grund 5, Senden. Der Eintritt ist frei.

 

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Oton2019juni

Keine Frage: die Wahlbeteiligung war höher, die Populisten von rechts sind in ihre Schranken gewiesen worden, zumindest in Deutschland. Dennoch ist das Ergebnis für die SPD ein Desaster, wenn auch erwartet. Die Grünen haben zu Recht einen Höhenflug. Wen wundert es angesichts der dramatischen Klimaveränderung. Seit 20 Jahren bin ich unterwegs und rede mir den Mund fusselig, dass es dringend eine alternative ressourcenschonende Ökonomie geben muss, um eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes zu erreichen und unsere Umwelt dadurch ebenfalls zu retten. Meine Warnungen, so etwas rechtzeitig zu tun, solange wir das noch in der Hand haben, sind regelmäßig von vielen in den Wind geschlagen worden. Wir rasen durch neoliberale Verblendung angetrieben immer noch auf die Wand zu und müssen erkennen, dass es mittlerweile zu spät ist, ohne persönliche Blessuren aus dem Desaster herauszukommen. Jetzt werden notwendige Einschnitte notwendig, die den meisten Menschen nicht passen werden, weil sie uns dazu zwingen, unseren Lebensstandard zu senken. Aber vermutlich wird sich in den Köpfen vieler Sozialdemokraten, CDUlern und FDP-Anhängern nichts bewegen. Das Ergebnis könnte das Absinken der 3 Parteien bis in die Bedeutungslosigkeit sein. Das aber kann auch das Ende unserer bisherigen Staatsform, der Demokratie sein, weil eine solche Schrottökonomie, wie wir sie heute in den hochentwickelten Industriestaaten haben , zwar effizient aber nicht sozial und umweltfreundlich ist und vor allen Dingen demokratiezerstörend.

Wie ändern? Ideen habe ich, allein mir fehlt die Möglichkeit das schneller zu verbreiten. Also müssen wir weitermachen in der Hoffnung, die unglaubliche Dummheit der neoliberalen Ökonomen und anderer Schwätzer einzugrenzen. Sisyphus lässt grüßen.

Joachim F. Gogoll

Aber zumindest war es ein Erfolg , dass trotz des geringen Interesses für Europa immerhin 59 % Wahlbeteiligung in Deutschland war. Das hat geholfen, die Europa-Gegner nicht noch stärker werden zu lassen.

Gestern waren wir in Senden mit unserem Stand und haben über die Wichtigkeit der EU-Wahl informiert. Wir haben mit fats einem halben Hundert Bürgern gesprochen. Es ging uns darum, dass sie wählen gehen und gleichzeitig haben wir unseren Flyer „EU – heute und morgen“ verteilt. Es gab sehr interessante Diskussionen, gerade mit denen, die sehr skeptisch zur EU stehen. Wir haben versucht , sie von den Vorteilen der EU zu überzeugen und sind ganz besonders auf die Flüchtlingsfrage eingegangen, denn diese war für viele sehr wichtig. Einige Vorurteile konnten wir durch unsere Argumente für Europa beseitigen. Wichtig war für uns noch am Ende jeden Gespräches zu sagen: gehen Sie bitte wählen – aber nicht die AfD und andere rechtsradikale und rassistische Parteien. Die Reaktion war durchweg: natürlich keine Rechts-Populisten. Und das war erfreulich.

Joachim F. Gogoll

 

Wir von Attac-COE haben rechtzeitig zur EU-Wahl einen Flyer erstellt, in dem wir unsere Utopie für ein zukünftiges Europa der Gemeinschaft aufzeigen. Wir werden diese 12-seitige Bröschure auf unseren Infoständen verteilen.

 

Eine interessante Übersicht, der man entnehmen kann, wer es ernst meint mit dem Klimaschutz.

DNR_MEP_Ranking Klima Ranking Parteien EU Abgerdnete

Schaut her, besonders auf die letzte Strophe. Es hat sich nichts geändert.

Und hier die letzte Strophe noch mal hervorgehoben (obwohl ich glaube, dass Dumpfbacken wie ihr sie gar nicht versteht, denn dafür muss man Grips haben)

Zitat Kästner letzte Strophe:

Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen.
Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt.
Die Zeit wird kommen, da man sich erzählt:
Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen!