GLOBALISIERUNG
- Sie geht uns alle an! -
Weltweite Entwicklungen beeinflussen heute in stetig wachsendem Maße unser eigenes politisches und wirtschaftliches Geschehen so stark, dass der Eindruck, politische Entscheidungen würden zum Teil in den Vorstandsetegen multinationaler Konzerne getroffen, sicherlich nicht trügt. Politik heute beschränkt sich weitestgehend darauf, dieses Vorgehen von Konzernmanagern als angeblich unabänderlich zu akzeptieren und, mit Hinweis auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen, nicht nur keinen Versuch zu wagen, das zu ändern, sondern durch eine neoliberale Politik der Vernichtung von Arbeitsplätzen im Rahmen der Globalisierung Vorschub zu leisten.
DEN POLITIKERN FEHLT DER MUT
Was den gewählten Volksvertretern fehlt, ist die Einsicht und der Mut, multinational eine globalisierte soziale Marktwirtschaft zu etablieren. Die Folgen solchen Versagens auf breiter politischer Front sind heute deutlich sicht- und spürbar.
Politiker wachsen nicht auf Bäumen, sondern sind, aus unserer gesellschaftlichen Mitte stammend, genauso offen oder verschlossen für Neuerungen, wie wir alle. Verhängnisvoll ist das dann, wenn man aus Parteiraison noch nicht einmal bereit ist, sich solchen Themen wie den Negativfolgen der Globalisierung zu stellen und sich damit der Möglichkeit einer direkten Einflussnahme beraubt. Man muß von verantwortlich hanndelnden Politikern erwarten können, dass sie sich neben ihrem politischen Tagesgeschäft auch mit Themen beschäftigen, die vordergründig nicht immer sofort als für die Tagespolitik wichtige Bereiche erkennbar sind.
INFORMATIONSPFLICHT DER POLITIK
Voraussetzung für eine aktive Gestaltung der Globalisierung ist natürlich unter anderem der Wille und die Fähigkeit, sich über ein solch komplexes Thema umfassend zu informieren. Medien, die sich als Informationnsquellen eignen, gibt es genug. Das Internet ist nur eine Möglichkeit. Attac hat sich als weltweite Organisation etabliert, um den politisch verantwortlich Handelnden klar zu machen, dass es ihre Pflicht ist, gebunden an ihren Eid, Schaden vom Volke abzuwenden, sich um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema zu bemühen. Wir von Attac-COE sind ein Teil einer Organisation von über 130.000 Mitgliedern weltweit, von denen allein in Deutschland etwa 15000 aktiv tätig sind. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Öffentlichkeit und damit logischerweise auch die Politik zu informieren, um zu erreichen, dass aktiv und infolgedessen auch gestalterisch mit diesem Thema umgegangen wird. Wir sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, sich zu engagieren, für uns und die folgenden Generationen. Wenn wir es nicht tun, wer dann?
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