Niemand verlangt vom Bundespräsidenten, dass er immer nur Kluges sagt, aber seine Äußerungen, dass Deutschland sich international militärisch mehr einmischen sollte, zeugt nicht gerade von besonderer Klugheit. Irak, Afghanistan und Syrien sind die besten Beispiele dafür, dass militärische Versuche, Konflikte zu lösen einfach nur zum Scheitern verdammt sind. Oder wie soll man das gegenwärtige Geschehen dort anders deuten? Herr Gauck und auch andere Politiker kapieren offensichtlich nicht, dass Gewalt immer nur noch mehr Gewalt erzeugt oder besser gesagt, wer Krieg als Fortsetzung einer sowieso schon gescheitereten Politik ansieht, hat aus der Geschichte und der Friedens- und Konfliktforschung offensichtlich nichts , aber auch gar nichts gelernt. Es stünde dem höchsten Repräsentanten unseres Staates besser zu Gesicht, wenn er sich auf das Kriegsbefürwortergeschwafel interessierter Kreise von vorneherein gar nicht erst einließe und sich statt dessen mehr mit denjenigen zusammensetzen würde, die wirklich was von friedlicher Konfliktlösung verstehen. Dann würden solche peinlichen Äußerungen gar nicht erst auftauchen. Das wäre was Herr Bundespräsident! - Joachim F. Gogoll -

Also klare Kante: in Frankreich haben über 20% der Wähler die Verbrecher von der Front National gewählt und damit haben sie gleichzeitig zweierlei gezeigt:  ein Teil von ihnen hat sicherlich aus Angst so gewählt und dabei nicht erkannt, dass man solchen Anwärtern auf einen Gehirnschrittmacher niemals auch nur einen Hauch von Chancen geben darf, ihren gefährlichen, rassistischen und von jeder Intelligenz freien Gedankensondermüll auf politischen Bühnen und in Parlamenten abzusondern. Wir haben es hier nicht mit intelligenten Politikern zu tun, sondern mit mehrheitlich tumben Vollpfosten auf der unteren Ebene der Partei, während es in der Führungsspitze unter anderen eine hochintelligente Frau namens Marie le Pen gibt, die ihren Ehrgeiz auf eine politische Führungsrolle in Frankreich dadurch versucht zu befriedigen, dass sie die niedrigsten Instinkte ihrer Wähler anspricht, um dort ihr schmieriges politisches Süppchen der Intoleranz und eines ausgeprägten Rassismus zu kochen. Solche politischen Strukturen wollen in erster Linie eins: Angst vor sozialem Abstieg verbreiten bei gleichzeitiger Benennung von angeblichen Sündenböcken, die an dem Elend der Mittel- und Unterschicht schuldig seien. Diejenigen Wähler, die sowieso von Grund auf faschistoides Gedankengut in sich tragen und ohne besondere Gründe den Front National sowieso schon immer wählen, sind von vorneherein für Gegenargumente zu ihren Positionen völlig unempfänglich, da ihnen jedes Maß an Fähigkeit, die Realität zu erkennen, völlig fehlt. Nur damit wir uns nicht missverstehen: Faschismus oder Rechtsradikallismus ist keine spezifische französische Eigenschaft, sondern in allen EU-Ländern mehr oder weniger ausgeprägt. Natürlich auch bei uns, nur eben in verschiedenen Parteien und Gruppierungen verankert und nicht nur einer, wie in Frankreich. Welche Geistesgrößen als Repräsentanten des Faschismus in Deutschland hier teilweise in den Parlamenten sitzen, kann man als interessierter Demokrat in Zeitungen und anderen Veröffentlichungen lesen. Solchen mehrheitlich den Intelligenzquotienten eines Pantoffeltierchens nicht erreichenden Pseudopolitikern kann man mit Fug und Recht jegliche Fähigkeit von klugen Lösungsansätzen irgendwelcher Probleme absprechen. Anders sieht es bei der rechten AFD aus, die über das geistige Kapital ihrer Führung verfügt, als Nepper, Schlepper und Bauernfänger in unserer Republik aufzutreten. Wie wohltuend, dass diese Typen hier in NRW unter 3 % der Wähler blieben. In anderen Bundesländern hatten sie mehr Glück. Ich befürchte, dass die falsche Politik der Konservativen und großer Teile der Sozialisten und Sozialdemokraten in den Parlamenten national und in der EU auch in Zukunft für Zulauf bei dieser am äußerst rechten Rand auf Wählerstimmen ausgehenden Gruppierung sorgen wird. Von jetzt an heißt es für uns Demokraten besonders aufmerksam auf diese Rechten zu achten und immer sofort dann, wenn sie ihren politischen Müll absondern mit klaren Argumenten zu antworten. Und das ist wirklich nicht schwer. Gleichzeitig werden wir die demokratischen Parteien in ihrer Politik beobachten und klar Stellung zu ihren Vorstellungen beziehen. Auf geht`s.   -Joachim F. Gogoll-