Attac lehnt sinnlose Zerstörung ab

Stellungnahme zu Ereignissen vergangener Nacht in Hamburg

08.07.2017
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac nimmt wie folgt Stellung zu den Ereignissen der vergangenen Nacht in Hamburg:“Attac hat mit den sinnlosen Zerstörungen der vergangenen Nacht in Hamburg nichts zu tun und lehnt sie ab. Es gibt einen klaren Konsens in unserem Netzwerk, dass von Attac-Aktivitäten keine Gewalt ausgeht. Wir verstehen gut, dass die von den Zerstörungen betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hamburg aufgebracht sind. Zugleich kritisieren wir die vorangegangen massiven Polizeiübergriffe und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit in Hamburg.”

Dazu erklären wir von Attac-COE, dass wir uns dieser Distanzierung vollständig anschließen. Seit dem Beginn des Bestehens der Gruppe im Kreis Coesfeld haben wir immer deutlich gemacht, dass für uns Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung niemals in Betracht kommt, noch dass wir Gewalt tolerieren. Unsere Argumente bei der Kritik an den Negativfolgen der Globalisierung sprechen auch so für sich.
Weder in der Vergangenheit, noch jetzt, noch in der Zukunft werden wir gewaltbereite Vollidioten wie den schwarzen Block oder andere Gewalttäter tolerieren.
Joachim F.Gogoll
Sprecher Attac-COE

Es gibt heute am 21.5.2017 etwas zu feiern. Die Gruppe wurde vor 15 Jahren gegründet. Aus diesem Anlass haben wir Professor Dr. Bontrup eingeladen, einen Vortrag zum Thema “Zukunft der Rente” zu halten.

Wann? 21.5.2017, Beginn 11 Uhr - Wo: Nottuln-Stiftsschänke Böcker Menke, Stiftsstraße 2

Wir freuen uns.

Kein Grund zum Jubeln. Die Rassisten in Frankreich und Europa haben eine Niederlage bekommen. Das ist gut so. Allerdings ist der Preis ziemlich hoch. Ca 35% der Franzosen haben Le Pen gewählt. Mit Macron hat ein Mann gewonnen, der sich schon als Wirtschaftsminister in Frankreich einen Namen gemacht. Nicht als der große Kämpfer für eine nicht neoliberale Wirtschaft, aber immerhin ein Europabefürworter. Deshalb muss man mit ihm erst mal zufrieden sein. Das Weitere wird sich geben.

 

Joachim F. Gogoll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 15.2. hat das EU-Parlament für eine Teilgenehmigung des Freihandelsvertrages CETA zwischen Kanada und der EU gestimmt. Lesen Sie dazu den Artikel auf Seite 2 der Oton Februar 2017 Ausgabe unter Oton2017februar

 

 

„Anforderungen an einen wirksamen Pazifismus“ – Andreas Zumach referiert.

Nottuln.  Am kommenden Montag, den 20.2. 2017  wird um 19.30 Uhr die kleine Pazifismus-Reihe von Friedensinitiative Nottuln, Attac Kreis Coesfeld und Pax Christi Münster in der Alten Amtmannei fortgesetzt. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Andreas Zumach, freier Journalist und Publizist, wird kritisch über  „Anforderungen an einen wirksamen Pazifismus“ referieren.  In diesem Kontext wird er auch für die Schaffung einer internationalen UNO-Truppe, die unter klar definierten Regeln durch eine qualifizierte Mehrheit der UNO-Generalversammlung eingesetzt werden kann, werben. www.fi-nottuln.de

 

Wer Trump nur als ein vorübergehendes Phänomen der us-amerikansichen Gesellschaft betrachtet, der verkennt die Ursachen, warum solche Typen von Menschen gewählt werden. Er verköpert seit Beginn seines Wahlkampfes für seine Wähler den Rächer der Unterprivilegierten an den politischen Eliten des Landes und zusätzlich noch an den Profiteuren der neoliberalen Wirtschaftsform. In dieser emotionalen Gemengelage übersieht seine Wählerschaft offensichtlich, dass sie mit ihm eigentlich den Bock zum Gärtner gemacht haben. Trump beschwört „America first“, also Amerika zuerst und übersieht dabei gewollt oder ungewollt, dass das System, dass ihn, Trump, so groß und reich gemacht hat, genau das System ist, welches er während seines Wahlkampfes angeprangert hat. Er ist nicht dumm und hat es für sich genutzt. Dass eben diese Form des Wirtschaftens  zu einer Verarmung breiter Bevölkerungsschichten geführt hat, hat er bisher billigend in Kauf genommen. -Joachim F. Gogoll-

Oton2017januarEXTRA

CDU-Vorstoß, CETA-Kritikern Geld zu streichen, zutiefst undemokratisch 

Kritik an Freihandelspolitik nicht gleichbedeutend mit Ablehnung der Europäischen Union

20.12.2016

Medienberichten zufolge fordern CDU-Abgeordnete im Europaparlament sowie im Bundestag, dass Nichtregierungsorganisationen, die sich gegen die geplanten Freihandelsabkommen der Europäischen Union engagieren, keine EU-Fördermittel mehr erhalten sollen.

Dieser Versuch, die von den Bürgerinnen und Bürgern breit geteilte Kritik an der neoliberalen Handelspolitik der EU unhörbar zu machen, muss von der Zivilgesellschaft entschieden zurückgewiesen werden!

Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: “Offenbar verwechselt die CDU Unterstützung für ihre einseitig auf Unternehmensinteressen ausgerichtete Handelspolitik mit Unterstützung für die Europäische Union. Das ist ein fataler Fehlschluss. Kritik an der Freihandelspolitik der EU-Kommission ist nicht gleichzusetzen mit Ablehnung der EU. Allerdings muss sich die Politik der EU fundamental ändern: Wir setzen wir uns für eine andere und bessere und gerechtere europäische Handelspolitik ein. Deswegen protestieren wir gegen CETA und TTIP; deswegen haben wir zusammen mit vielen anderen Organisationen das Alternative Handelsmandat für die EU entwickelt.”

Die Unterstellung, die Ablehnung von CETA und TTIP bedeute die Ablehnung der Europäischen Union, ist absurd. “Nicht die EU will TTIP und CETA, sondern die EU-Kommission. Im EU-Parlament dagegen ist die Zustimmung für die Abkommen keineswegs sicher. Der Ausschuss für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten etwa empfiehlt, CETA abzulehnen. Selbst die CDU wird sicher nicht behaupten, dass diese EU-Abgeordneten die EU ablehnen”, sagt Alfred Eibl, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis.

Der Vorstoß der CDU-Abgeordneten ist nicht nur zutiefst undemokratisch, sondern in Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus auch gefährlich. Die Demokratie in Europa braucht eine lebendige und kritische Zivilgesellschaft.

Attac lehnt CETA und TTIP ab, weil beide Abkommen die Demokratie, Sozial- und Umweltstandards sowie die öffentliche Daseinsvorsorge gefährden und eine konzernfreundliche Paralleljustiz schaffen.

Attac erhält übrigens keine Fördermittel der EU. Das Netzwerk finanziert sich zu weit über 90 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

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